Endlich haben wir Suedostasien verlassen und unsere "Pakia tea" ist in ihrem Element. Die Gischt stiebt von ihren Buegen und sie zieht ihr schaeumendes Kielwasser schnurgerade durch den Indischen Ozean. Wir sind mitten zwischen Phuket (Thailand) und Galle (Sri Lanka). Nach einem kurzen Besuch bei den Blauwalen vor Dondra Head - die wir hoffentlich finden werden - wollen wir weiter zu den Malediven.

Die ersten Tage der Ueberfahrt waren gepraegt von schwachen, wechselnden Winden mit mehr oder weniger heftigen Schauerboeen. Ein etwas muehsamer Beginn unserer Ueberfahrt, auch die Wellen sind aus mehreren Richtungen gleichzeitig gekommen. Zwar waren sie nicht hoch, es hat uns aber trotzdem gruendlich durchgebeutelt. Trotzdem koennen wir uns nicht beklagen, die Windrichtung war nie ganz von vorne. Es waren zwar haeufig Segelwechsel noetig aber wir haben immer langsam Fortschritt in die richtige Richtung gemacht. Die ganze Crew hat sich aber wacker gehalten und jetzt sind uns sowieso unsere Seebeine gewachsen und die Schaukelei macht uns gar nichts mehr aus.

Nun haben wir ihn endlich gefunden, den Nordostmonsun, der um diese Jahreszeit verlaesslich wehen soll - was er ab jetzt laut Wetterbericht hoffentlich auch tut.

Ausserdem testen wir gerade eine der vielen technischen Moeglichkeiten unserer "Pakia tea" in der Praxis. Es war vorherzusehen, dass bei Winden aus nordoestlicher Richtung die Segel sehr viel Schatten auf unsere Solarpaneele werfen und diese nur wenig Strom produzieren werden. Den brauchen wir aber dringend, womit soll Sonja sonst Kaerntner Reindling backen? Also schwenken wir kurzerhand unsere beiden Elektromotoren ins Wasser und verwenden sie als Generatoren. Bei 7-8 Knoten (die wir momentan recht konstant segeln) liefern sie 500-800 Watt, und damit innerhalb von 12 Stunden gleich viel Strom wie sonst unsere Photovoltaikzellen alleine. Ganz hervorragend, die Nachspeise ist gesichert ;-)

Ansonsten gibt es hier auf hoher See nicht wirklich viel zu sehen. Ausser dem obligatorischen Plastikmuell, der uns immer wieder begegnet, gab es aus biologischer Sicht noch nicht viel zu sehen. Die eine oder andere Seeschwalbe und einmal ganz kurz drei kleine long-snouted Spinner Dolphins (Stenella longirostris). Aber wer weiss was noch kommt :-)

project manaia

Krüss Mikroskope